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Mount Edgecombe Country Club

Ein tierischer Abschlag: Loch 9

 

Vor den Toren von Durban am Pazifischen Ozean liegt der Mount Edgecombe Country Club etwas versteckt nördlich in den Hügeln der Provinz KwaZulu-Natal im Hinterland von Umhlanga Rocks. Er wurde bereits im Jahr 1859 von wohlhabenden Zuckerbaronen gegründet.

 

Auf dem ausgedehnten Parkgelände (Estate) befinden sich die beiden 18-Loch Plätze Par 72, 5.977 m, bzw. 5.811 m, gelb. Sie werden eingerahmt von großen Villen im landestypischen Countrylook, die auch an Südstaaten-Look erinnern. Das Navigationsgerät (ein MUSS) unseres Leihautos lotst uns vom Flughafen King Shaka in nur cirka zehn Minuten entlang der schönen Strände von Umhlanga zu unserer Lodge (auf gut deutsch: gehobene Pension), die direkt am Loch 9 des Golfcourse I liegt. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches – eigentlich. Denn hier inmitten der riesigen Anlage liegt das im südafrikanischen Stil gebaute Haus wirklich nur einen guten Chip vom Abschlag 9 entfernt. Wer morgens ganz früh aufsteht, erlebt das »Little Africa«. Der Tau glitzert wie Millionen FL, R+ Qualitäts-Brillianten ringsherum und auf dem Abschlag 9 direkt vor meinen Augen. Gemächlich kommt ein Rudel frei-lebender Antilopen direkt auf mich zu, immer auf der Hut, falls doch etwas Außer-gewöhnliches passieren sollte. Ganz keck hat sich eine Affenbande von ihrem Schlafbaum entfernt und nutzt den mit Tau benetzten Rasen zur morgendlichen Fellwäsche. Ruhig sitzen wir auf der Terrasse und schauen dem Treiben zu, das sich in den Abendstunden quasi in umgekehrter Reihenfolge wiederholt. Wie der Garten Eden – na ja, ein bisschen. Die erstenGolfer verscheuchen die Antilopen etwas abseits des Fairways ins Gebüsch, während die Affen mit diversen Ablenkungsmanövern raffiniert versuchen, etwas vom Frühstückstisch zu stibitzen oder dem Golfer, der gerade am Loch 9 abschlägt, etwas Essbares aus dem Golfbag zu stehlen – mit Erfolg. Leider können wir (Mitte Februar) nur den Course I spielen und selbst er ist vom Regen ziemlich lädiert. Noch ärgerlicher für uns Amateurspieler ist, dass im Dezember 2013 die 2. Nelson Mandela Championship auf dem Course II stattgefunden haben, ebenfalls im strömenden Regen. Aufgrund der fehlenden Drainagen ist er ebenso nicht bespielbar.

 

Mit Blick direkt auf das besagte Loch 9
Unsere Lodge inmitten der subtropischen Vegetation bietet nur sechs geräumige Juniorsuiten, alle mit Balkon und Blick direkt auf das besagte Loch 9 und das Clubhaus, das nur cirka 100 Meter entfernt ist. Alle Zimmer sind mit Bad/Dusche, Bidet, Doppelwasch­- becken, Klimaanlage, Minibar und SAT-TV ausgestattet, deutsche TV-Sender inbegriffen. Letzteres beruhigt die beiden schwäbischen Ehepaare, die hier über sechs Wochen »überwintern« und so die Heimat immer im Blick haben. Die Seele der Lodge ist Milton mit seiner Frau Erica. Er war früher mal ein richtiger Jumbo-Pilot und Privatflieger, sie ist der »gute Geist« und eine vor­zügliche Köchin. Offiziell wird hier nur Übernachtung mit Frühstück angeboten. Wer jedoch seinen persönlichen Wunsch äußert, was mittags oder abends auf dem Tisch stehen sollte, dem wird richtig aufgetischt. Ansonsten begibt man sich zum Speisen in das nahe gelegene, von Palmen umgebene Restaurant des Clubhauses und lernt hier die Bewohner bzw. Owner der anderen Luxusherbergen kennen, die ihre Lodges doch lieber selbst bewohnen, anstatt sie, wie Herr Schneider aus Deutschland, zu vermieten.