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Leopard Creek Country Club

Leopard am Abschlag

 

Es sind nur 15 Autominuten von der Buhala Game Lodge zum Leopard Creek Country Club, der nahe Malelane an der südlichen Grenze des Krüger Nationalparks liegt.

 

Zweigt man von der N4 Hauptstraße ab, erreicht man nach cirka zwei Kilometern das Haupttor der flächenmäßig riesigen Anlage. Die modernen Luxusvillen entlang der Fairways, die als Ferien- und Wochenendwohnungen Verwendung finden, repräsentieren den gehobenen Lebensstandard jener aus der Umgebung, die es geschafft haben, und derer, die in der Landeshauptstadt Pretoria ihren Geschäften nachgehen. Dementsprechend hoch sind hier die Sicherheitsvorkehrungen. Nach der stoischen, strengen Registrierung am Haupttor gelangt man über eine zwei Kilometer lange, geteerte Straße zum Haupthaus, zum Golfclubhaus. Im englischen Stil eingerichtet, wirkt es fast ein wenig ehrfürchtig und gediegen, aber auf jeden Fall leger und gemütlich.

 

E-Cars mit moderner Technik

Im Gegensatz zu den Golfplätzen in Asien hält man hier vergebens Ausschau nach Caddy’s und Umbrella-Girls. Kaum jemand läuft über den herrlichen Course, jeder muss (!) mit einem der E-Cars fahren, die mit Navigationsgeräten und modernster Technik ausgestattet sind. Wie modern erkennen wir daran, als ich zu nah an ein Grün heranfahre und sich das Car nicht mehr bewegen will – außer im Rückwärtsgang auf gleicher Strecke. Wir, damit meine ich Oskar Brunnthaler (CHR) von GOLFtime (www.Golftime.de) und meine Wenigkeit. Wir dürfen hier spielen – ansonsten kann der Course (angeblich) nur von Clubmitgliedern genutzt werden oder er ist in Arrangements einiger umliegenden Lodges/Resorts enthalten, z.B. dem der Buhala Lodge. Imposant sind die großen Leopard Bronzeskulpturen, die an jedem Loch auf das schöne Spiel hinweisen. Der Course (Par 72, 6.472 m) selbst ist herrlich zu spielen. Golfexperten bezeichnen ihn als einen der schönsten in ganz Südafrika. Gary Player, der den Golfcourse Typ Parkland zusammen mit Johann Rupert 1995 kreiert hat, wird’s freuen. Wirklich ausgezeichnet sind die teils stark gewellten Greens und die unglaublich weitläufigen und gepflegten Fairways auf dem Championship Golfcourse mit vielen Bunker- und Wasserhindernissen. Hier und da darf man einen Blick auf den nahe gelegenen Krüger Nationalpark werfen. Da kann es schon vorkommen, dass mal ein Löwe auf dem 360 Hektar großen Gelände »vorbeischaut«, auf jeden Fall tummeln sich in den ausgedehnten Gewässeranlagen Fluss­pferde und Krokodile. Schade nur, dass wir keine sehen. Der Platz erlaubt es jedem Golfer, individuell zu spielen und bietet viele Möglichkeiten für Anfänger, aber auch für Spieler um ein 20er Handicap und darunter. Das 18. Loch verlangt einen guten letzten Schlag, um über das Wasser auf das Green zu kommen. Gegen Abend spiegelt sich die untergehende Sonne in den Fensterscheiben des Clubhauses und im großen Außenpool, während eine wilde Affenbande noch ungezwungen und entsprechend laut über die Dächer spurtet. Interessant ist, dass weder im Pro-Shop noch im Restaurant mit Bargeld bezahlt werden kann. Selbst kleinere Beträge, also umgerechnet ein oder zwei Euro (50 bis 100 Rand), müssen mit PIN-Code bargeldlos beglichen werden.