• xing
  • Facebook Social Icon
  • LinkedIn Social Icon
ANZEIGE

Finest on Tour © 2016 - 2019 by PCL Medien- & Verlags GmbH

Powered by www.grafik-zwei.de

Am Ende der Welt (Argentinien – Feuerland)

 

Text: Frank Gindler / Fotos: Markus + Frank Gindler

 

 Punta Arenas (Chile) 

 

Die Nacht ist kurz – um 5 Uhr aufstehen, Abfahrt zum Airport. Auffallend ist, dass nun mehr „Ausländer“, Asiaten und Europäer nach Punta Arenas, der südlichsten Stadt Chiles, einchecken. Per Luftlinie sind es cirka 2.200 Kilometer und zweieinhalb Stunden Flugzeit. Auf dem Landweg wären es über 3.000 Kilometer. Fahrzeit? Ankunft? Ungewiss!

 

Das Einchecken auf der M/S Stella Australis (s. Kasten), dem Kreuzfahrschiff, das uns in den nächsten Tagen Feuerland + Gletscher + Pinguine näher bringen wird – hat noch Zeit. Es ist hier um einige Wärmegrade kälter als in Santiago. Die Stadt mit cirka 125.000 Einwohnern liegt mittig auf der direkten Strecke in die eisige Antarktis. Im Touristenbüro mitten in der Stadt war der Check-In Schalter für die Australis-Tour bereits geöffnet. Dort konnten wir unsere Koffer abgeben, die Bordkarten in Empfang nehmen und hatten noch ausreichend Zeit für einen kleinen Stadtbummel um uns die Füße zu vertreten. Die frische, klare Luft, der strahlende Sonnenschein und der blaue Himmel ließen wahre Abenteuergefühle aufkommen. Wir werteten es als gutes Omen, dass uns kurz vor dem auslaufen der M/S Stella Australis ein kräftig farbiger Regenbogen den Kurs in Richtung Süden aufzeigte – an’s andere Ende des Regenbogens – nach Kap Hoorn.Im Hafen von Punta Arenas liegen einige Fischkutter. Einer davon wird schon seit Stunden mittels schweren Hubgeräten mit hunderten großer Paletten voller getrockneter Fische als Fischköder beladen. Dahinter, sicherlich rein zufällig, ein chilenisches Kriegsschiff. Wir können sehen wie Strammstehen geübt wird. Mit einer Länge von 90 m und einer Breite von 15 m, darf auch die M/S Stella Australis direkt am Landungssteg anlegen. Das erleichtert für die Reisenden den Transport der Koffer und das Einsteigen. Mit 5.600 BRZ (bis 7/1994 Bruttoregistertonne BRT) ist das Schiff kleiner als die weit außerhalb liegenden großen Kreuzfahrtschiffe anderer Reedereien. (Diese Fahren aber eine andere Route, s. Kasten Autralis). Wer sich in der Schiffsbranche auskennt weiß, dass die M/S Stella Australis eines der wenigen NEU gebauten, hochkarätigen Abenteuerschiffe auf dem Markt ist.

25 Jahre Australis
Zwei Mal pro Woche für vier Nächte ab Punta Arenas (chil. Patagonien) und zwei Mal  pro Woche für drei Nächte ab Ushuaia (arg.Patagonien) kreuzen die M/S Stella Australis und  M/S Via Australis durch die südlichsten aller labyrinthartigen Fjorde, vorbei an jahrtausendalten Gletscher und Wälder, die noch nie ein Mensch betreten hat. Menschen aus aller Herren Länder vertrauen der 25jährigen Erfahrung in Expeditionskreuzfahrten zu den unberührtesten Gegenden der Welt. Sie durchkreuzen die Magellanstraße (benannt nach dem portugiesischen Weltumsegler unter spanischer Flagge) und den Beagle-Kanal. Beide Wasserstraßen sind die einzigen ruhigeren, stilleren Verbindungen zwischen Pazifik und Atlantik in Südamerika. Ansonsten bleibt wirklich nur noch die Fahrt um das Kap Hoorn. Wenn die Australis im sicheren Abstand zu den schroffen Felsen ankern, die Gäste mit schweren Schlauchbooten (Zodiacs) übergesetzt haben und das Land betreten – dann ist einer der Höhepunkte der Reise erreicht. Die Exkursionen werden von Reiseleitern/-innen geführt. Jeder für sich auf seinem Gebiet besitzt hervorragende Fachkenntnisse. So erfahren die Teilnehmer aus berufenem Munde – Wissenswertes über die Geschichte, die Kultur des Landes (s. Seite 117 ff) über Fauna und Flora, geografische Gegebenheiten, Gletscherkunde u.v.m. Je nach Saison werden Spezialreisen angeboten. Der Schwerpunkt liegt hier auf Walbeobachtungen und Fotosafaris. Bei diesen Exkursionen geht es noch weiter südlich, bis hin zu hautnahen Beobachtungsgebieten der Königspinguinkolonien.

Auf der gesamten Route bekommen die Reisenden nicht ein einziges Haus, geschweige denn eine Siedlung zu Gesicht. Nicht einmal andere Schiffe wird man sehen, da dass chilenische Kreuzfahrtunternehmen Australis mit seinen beiden Expeditionsschiffen M/S Via Australis und M/S Stella Australis die einzige Reederei ist, die hier operieren darf. Die komplette Reise, einschließlich Inland-/Überseeflüge, Städteguides etc. kann gebucht werden über www.australis.com