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VON GUTEN WEINEN

URALTEN MAUERN –

UND DEN NEUEN HOTSPOTS AN DER

SCHWARZEN ADRIA 

Wem Italien zu „überlaufen“ und wer in Frankreich des Französischen nicht mächtig ist, tut gut daran sich im Mittelmeer bzw. Adriaraum genauer umzusehen. Istrien, Kroatien – das sind die neuen Reiseziele für Genießer und Gourmets. On Top ist (noch) das unverfälschte Montenegro, das Vielfalt auf kleinstem Raum bietet. Hier sind die Strände einsam, die alten geschichts­trächtigen Städte wie Kotor, Budva, u.a. noch romantisch und das Essen: phantastisch!   

 

TEXT: FRANK GINDLER | BILDER: FRANK GINDLER 

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Knapp eine Stunde dauert der Flug von München nach Montenegro, das etwa auf gleicher Höhe in östlicher Richtung von Rom/Bari liegt. Wer schon vorher die adrianische Küste er-fahren will, fliegt mit kleineren Maschinen (sofern sie denn von den großen Airlines angeflogen werden) direkt nach Tivat, ins Herz von Montenegro oder „offiziell“ nach Dubrovnik und lässt sich mit einer Limousine des Regent-Hotels in Porto Montenegro (s. Seite 164) abholen. Die Fahrt auf der gut ausgebauten Straße wird nur durch einen Grenzübergang gestoppt. Wer viel Zeit hat, kann sich hier die Zeit vertreiben. 

Rechts die türkisblaue  fast 300 km lange Adriaküste, links unübersehbar die mächtigen Gesteinsmassen des Lovcen-Gebirges. Ein erster Stopp ist die alte Handels- und Natur-Hafenstadt Kotor, seit 1979 UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe.  Die wehrhaften dicken Mauern dokumentieren den bedeutungsvollen Standort, und das bereits seit dem 3. Jahrhundert v.Chr. Griechen, Römer, Mongolen – alle haben in ihren Epochen die Stadt für sich eingenommen und damit den Venezianern Konkurrenz gemacht. Als eine der ersten Völkerwanderungen (535 n.Chr.) einsetzte – ja  so etwas gab‘s damals auch schon – ließ der römische Kaiser Justinian eine Festung bei Ascrivium errichten. Vor 300 Jahren wurde die Stadt  von Österreichern (Seemacht!), den Franzosen, den Ungarn beherrscht; und zuletzt von Jugoslawen. Seit 2006 ist 

es ein eigener Staat mit etwa 642.000  Einwohnern, die sich „Montenegriner“ nennen. Die Stadt liegt in einer Bucht 

in der Nähe des Gebirgsmassivs Lovćen und seiner Kalksteinklippen. Die mittel-alter­liche Altstadt durchziehen verwinkelte Straßen und Plätze, gesäumt von alten schiefen Häusern wie rund um die Piazza oft he arms und mehreren romanische Kirchen, wie etwa die Sankt-Tryphon-Kathedrale. Imposant anzusehen die City Walls, der Drago Palace u.a. In der Altstadt befindet sich auch ein Schifffahrtsmuseum, das die lange Seefahrtstradition der Stadt erzählt. 

Die Geschichte wiederholt sich hier, denn fast täglich „entern“ Tausende Menschen aus aller Welt die Stadt, wenn sie, meist nur für ein paar Stunden, ihr Kreuzfahrschiff verlassen, um Bars, Souvenirläden und preiswerte Restaurants zu stürmen. Vorher (hoffentlich) gut informiert bestellt man statt Pizza als Vorspeise Priganice, ein kleines, köstliches Gebäck mit Honig oder Schafskäse. Als Hauptgang darf’s ein Teller Ukeleis (ein ca. 15 cm kleiner karpfenartiger Fisch) aus dem Skutarisee sein, „na gradele“, also vom Grill, eingerieben mit Rosmarin, serviert mit einer Marinade aus Knoblauch, Petersilie und Olivenöl, oder „nur“ einen Teller Fischsuppe, die Brodetto heißt. Schwergewichtig, aber unübertroffen eine Prsuta-Schinkenplatte, dazu eine Flasche roten Vranac-Wein, der, weil so dunkel im Glas, auch „Schwarzwein“ genannt wird. „Nachgespült“ wird mit dem Loza, einem Traubenschnaps, einem selbstgemachten Sherry, einem Walnusslikörchen. 

Wer sich die Beine „vertreten“ will, steigt die steinigen Stufen, die einen steilen Berg an der Stadtmauer entlang emporführen, hoch zur Festung Sveti Ivan, einer mittelalterlichen Burganlage. Der Anstieg ist anstrengend, aber oben angekommen, belohnt der Blick auf die Stadt und die Bucht.

Mit einem Besucherboot umrundet man „Sveti Đorđe“. Auf einer der zwei winzigen Inseln (Heiliger Georg + Maria vom Felsen) vor der antiken Stadt Perast, steht ein aus dem 12. Jahrhundert stammendes Benediktinerkloster. Sicherlich eines der meistfotografierten Objekte in ganz Montenegro. Fährt man auf der Autobahn in Richtung Budva nach Centinje, der ehemaligen Hauptstadt, sieht man die Erhabenheit des Lovcen-Gebirges in seiner ganzen Pracht und Schönheit. Dieser imposante, fast schon bedrohliche Berg gab dem Land in der italienischen Besatzungszeit seinen Namen: „Monte Negro“, schwarzer Berg. Denn die Kuppe ist so dicht mit Pinien bewachsen, dass er im Schatten fast schon tiefschwarz erscheint. Diesen Flecken Erde mit Italien zu vergleichen, wird den Montenegrinern nicht (ganz) gerecht, auch wenn zwischen malerischen Landschaften, den Bergen im Norden und entlang der felsigen Kies- und Sandküsten uralte venezianische Dörfer die einstige Herrschaft Venedigs dokumentieren. Für Biker, Naturliebhaber, einfach „Nur-Urlauber“ und Luxustouristen überrascht Montenegro mit einer maximalen Vielfalt auf engstem Raum (Q.Focus). Budva ist sicherlich kein Geheimtipp mehr, gilt aber mit seinen schönen Stränden und Bars als das „Ibiza des Balkans“. Für Adrenalinjunkies ist ein „Drahtseilakt“ über den Fluss Tara und über die Schlucht der Hype des Jahres, während die pure 

Natur mit einem Boot auf dem Skutarisee (der größte See Südeuropas) im Nationalpark den inneren Ruhepol wieder richtet. 

Rückblickend profitiert das Land, seine Bewohner und die superreichen internationalen Investoren vor allem von den „Lebensläufen“ ihrer Bevölkerung. Die Montenegriner sind weltoffene, herzensgute und tolerante Menschen. Sie sind ausgezeichnete Gastgeber und die Besucher (Anm.d.Red.: Erinnerungen werden wach, waren es doch in den 70er Jahren in den Badeorten Budva oder Ulcini die Deutschen, die mit fast 90 Prozent Anteil alle Pensionen und Hotels füllten), die jetzt dieses „Neuland“ betreten, fühlen sich um Jahrzehnte zurückgesetzt in eine Zeit, die nicht von Hektik, Geldgier, gepantschten Weinen und Labor-Food gekennzeichnet ist. (Noch nicht). Bezeichnend mag sein, dass vor Jahren der weltgrößte Burgerladen versucht hat, hier Fuß zu fassen – und kläglich gescheitert ist. Es gibt kein „Ich liebe es“ in diesem Land! Die Küche ist fein, absolut natürlich und vereint die Traditionen ihrer wechselvollen Geschichte auf den Tellern. 

DIE 1. ADRESSE:

PORTO MONTENEGRO

LUXUS GENIESSEN 

Porto Montenegro ist eine Luxusyacht-Marina samt angrenzender Waterfront-Entwicklung im Städtchen Tivat. Das ehemalige Werft-Areal wurde vor Jahren mit dem Geld einer der Vorstände der LVMH-Group und den Rothshilds „entdeckt“, bevor 2016 die Emiraties eingestiegen sind. Heute ist es ein Luxury-Resort mit Hotels, Bars und vielen Boutiquen. Es ist Ankerplatz auch für die großen Privatyachten und nimmt für sich in Anspruch „Monaco den Rang abzulaufen“.  

 

TEXT: FRANK GINDLER | BILDER: FRANK GINDLER 

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Nur zu gerne rühmt es sich mit der Aussage: „Porto Montenegro, Europas glamouröser Spielplatz für die internationale Elite“. Fehlt eigentlich nur noch das spektakuläre Spielkasino, das es, wie es im James Bond-Film 007 „Casino Royale“ gezeigt wird, überhaupt nicht hier gibt. Der hochmoderne Tiefwasser-Yachthafen bietet bis zu 650 Liegeplätze aller Schiffsgrößen. Etwa 130 Liegeplätze sind den Superyachten von 30-150 m Länge vorbehalten. Um die Marina schießen, im Rahmen eines großen Milliarden-Invest-Programms, Luxus-Appartements, Residencen und Geschäfte aus dem Boden. Jetzt schon fertig ist der exklusive Yacht-Club mit einem 60m+„Infinity-Pool“, die „Lido-Mar“- Lounge-Bar, das Marine- und Heimatmuseum. Damit auch Golfer auf ihren Weltreisen dieses schöne Land für sich entdecken, ist in der Nähe des Flughafens Tivat ein 18-Loch-Golfplatz bereits in Planung. Das absolute Schmuckstück für urlauben, relaxen und schlemmen ist seit vier Jahren das Fünf-Sterne-Hotel REGENT mit zwei Gebäudekomplexen, die die Geschichte des Landes reflektieren: Einerseits das mit Palmen gesäumte „altehrwürdige“ fünfstöckige Haupthaus im venezianischen Renaissancestil, nur wenige Meter vom Ankerplatz der großen Yachten entfernt. Von den zeitgenössisch eingerichteten 87 Zimmern und Suiten, vom Balkon aus stets das saubere Wasser der Adria vor Augen und richtig schön, wenn sich die Abendsonne darin widerspiegelt. Direkt daneben steht der hochmoderne Aqua-Neubau mit herrlich großen 62 Zimmern und  Appartements, die zum Längerverweilen geradezu einladen. Überdimensioniert sind die Balkone, stets mit dem Blick auf das Meer und dem bunten und regen Treiben in den verschiedenen Außenpools. Seit März 2018 ist Kai Dieckmann neuer GM – vielen vielleicht bekannt als Resort-Manager im Six Senses Yao Noi.  In den Restaurants „Murano“, in der „Gourmet-Ecke“, der „Bibliotheksleiste“ oder bei meist schönem Wetter der „Italienische Garten“ sowie die „Pool-Bar“ wird eine gehobene und auch „lockere“ Gastronomie angeboten. Wie das Land, so die Küche: natürlich, gut. Raffiniert bodenständig. Im preisgekrönten Spa gibt es Saunen, ein Türkisches Bad, Dampfbad, Fitnessraum und Außen-/Innenpools. Tennis- und Squashplätze sowie eine Bowlingbahn finden Sie ebenfalls in der Nähe.

Informationen unter: 

www.luxurydreams.de/de/destination/montenegro

NEUSTADT

AN DER ADRIA

INVEST IN MONTENEGRO 

Nachts unterm Sternenhimmel in dem noch immer warmen Adriatischen Meer baden, Sternschnuppen funkeln, der große, runde Mond taucht das Meer in Glitzer, in der Ferne türmen sich die imposanten schwarzen Berge Montenegros, ihre Gipfel mit Schnee bedeckt, Kojoten kichern, Grillen zirpen, sanft bricht die Gischt an den Felsen, die die Badebucht von Luštica Bay umgeben.

 

TEXT: JESSICA BACHMANN | BILDER: HOTEL, JESSICA BACHMANN

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 Die Bucht säumen entzückende typisch montenegrinische Steinhäuser mit hübschen Loggien, die das architektonische Erbe der Region mit Stilelementen aus der Prä­romantik, der Gotik und des Barocks widerspiegeln. In diese eingebettet liegt das „The Chedi Lustica Bay“ mit angrenzender Marina. Bei einem Dinner im „The Spot”, dem hoteleigenen Gourmetrestaurant mit Blick auf den Yachthafen, wird der Gaumen mit einer Mischung aus montenegrinischer und mediterraner Küche verwöhnt, dazu gibt es ganz wunderbare Tropfen aus der Region. Es ist kaum vorstellbar, dass es sich hier um eine Immobilienentwicklung handelt, da alles sehr ursprünglich und natürlich wirkt. Aber vielleicht ist es ja auch mehr als das? Das Unternehmen Orascom Development plant mit seiner Tochtergesellschaft Lustica Development AD unter einer zehnprozentigen Beteiligung der Regierung von Montenegro auf 6,9 Millionen Quadratmetern eine „Kleinstadt“ in dieser Bucht an der östlichen Adria. Der Masterplan umfasst neben sieben Hotels, zwei Häfen, einem 18-Loch-Golfplatz, einer internationalen Schule, einem Gesundheitszentrum, Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten mehr als 2.000 Immobilieneinheiten wie Apartments, Stadthäuser und Villen. Allerdings werden zum Erhalt der Natur und der traumhaften Aussicht nur circa 10 Prozent der gesamten Fläche bebaut. Und wahrscheinlich ist genau das der Punkt, warum man sich hier so wohlfühlt und seit der Reise über ein Investment in Montenegro nachdenkt.

 

www.lusticabay.com

www.lusticabay.com/the-chedi