1/13

EIN GEKRÖNTER

RÜCKZUGSORT

UNTER PALMEN

TEXT: FRANK GINDLER BILDER: HOTEL, FRANK GINDLER 

Das ehemalige k. u. k. Seebad „Portorose bei Triest“ war einst mondän und erlebte in den 1950er und 60ern eine Renaissance, bevor politisches Geschehen ganz Istrien/Slowenien/Kroatien in eine
Billigdestination abwirtschaftete. Mit dem Stichtag 8. Oktober 1991, dem Unabhängigkeitstag Sloweniens, beginnt auch die neue Ära des „Palace“. Es war die Kombination aus nationalem/politischem Ehrgeiz und internationaler Hotelehre 
(Kempinski), die das Palasthotel im

Rosenhafen Portorož wieder zum Leben erweckte. Außen Grandhotel mit historischer Fassade (1910), innen auf cool und im Stil der Zeit getrimmtes Ambiente.

Am Ufer der Adria, an der Spitze des venezianischen Istriens gelegen, liegt das Hotel Kempinski Palace Portorož mit (s)einer einmaligen Lage am Strand von Portorož. Es ist das Flaggschiff der Hotelgruppe in Slowenien/Kroatien. Schon von außen besticht es durch seine „gewagte“ Architektur, indem man 2008 dem renovierten historischen Gebäude aus dem Jahr 1910 einen „gläsernen“ Rosenflügel zur Seite stellte. Hinter dessen alter und neuer Fassade gibt es nun insgesamt 164 Superior und Deluxe Zimmer, 17 exklusive Suiten sowie zwei im Dachgeschoss gelegene Laguna Suiten mit Whirlpool unter freiem Himmel, mit Klimaanlage, Free-WiFi u.a.


Alle Zimmer und Suiten (Die Venice Suite verfügt über drei (!) Balkone mit Blick auf die Adria) sind geräumig und zwischen 30 m² bis 92 m² groß und mit exzellentem Mobiliar in historischem und modernem Design ausgestattet. Die Präsidenten Suite misst etwa 230 m². So besticht das coole Ambiente im ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie-Hotel mit einem authentischen Mix aus Jungendstil, Art Deco und Bauhaus. Eine Augenweide, wer weiß wie man hinter der habsburgischen Fassade die einmalige Design-Kombination aus Tradition und Moderne, gestaltet von Jean Claude Laville, bewertet. In meinen Augen ist es eine gelungene Symbiose aus Alt und Neu. Über die rückwärtige Auffahrt erreicht man mit dem Auto den Eingangsbereich der Lobby. Auffallend sind die vielen Nobelkarossen, die im Halbkreis, wie eine bunte Perlenkette aufgereiht, präsent sind und schon mal „vorgeben“, welches Klientel ab und zu hier ein- und ausgeht. Die gläserne Hotelhalle erstreckt sich über zwei Ebenen, die begrünte Pflanzenwand unterstreicht das Wohl-Fühl-Ambiente. Von hier aus schaut man durch die riesigen Glas­flächen hinaus zum Hotelpark, der wirklich einst bis an den Strand des Meduza Beach reichte. Jetzt begrenzen eine Durchfahrtstraße und das übliche Touristendurcheinander entlang der Betonflaniermeile mit Bars, Restaurants, Shops den schönen Hotelpark mit seinem Seerosenteich, sattem Grün, kleinen Rückzugsorten hinter akkurat geschnittenem Buschwerk. 

 

Die meisten Gäste bleiben lieber am „heimischen“ Salzwasser-Pool und genießen die Ruhe und Annehmlichkeiten des Hotels mit rund-um-Service. Zum urlauben bleibt also ausreichend Zeit und Muße, sich selbst „neu zu finden“. Portorož ist seit dem 13. Jahrhundert bekannt für seine reichhaltige Spa-Tradition. Das Rose Spa im Hotel mit seinen 1.500 m² ist eine Oase der Ruhe. Angeboten werden luxuriöse Pflegeprodukte, revitalisierende Behandlungen sowie zwei miteinander verbundene Innen-
und Außenschwimmbecken (213 m²), Whirlpool, sowie türkische und finnische Saunen sowie Infrarotsaunen. 
Frühstück gibt es bis mittags, das Büffet ist großzügig. Man genießt es auf der majestätischen überdachten Terrasse, ebenso wie zahlreiche Tauben, die „abräumen“, wenn man gerade ein Glas Sekt nachholt. Abends speist man auf gutem Niveau im Restaurant „Fleur de Sel“ auf der Terrasse des modernen Neubaus. Der Restaurantname führt zurück auf den Bekanntheitsgrad von Portorož
für seine regionalen Salzbecken. Fleur de Sel ist die Crème de la Crème des Meersalzes, sagt man. 

Das helle und lichtdurchflutete Restaurant punktet mit einer Kombination von lokalen, modernen Speisen in einer gelassenen, aber stylischen Atmosphäre. 

 

Im „Sophia Restaurant“ tafelt man in einem schönen k+k-Ambiente mit hohen Steinsäulen und klassischen Kronleuchtern, an schön eingedeckten Tischen am großen Kamin und unter den Originalgemälden vergangener glanzvoller Zeiten. Doch jetzt ist Sommer und bei lauen Abendwinden und leiser Musik lässt man sich außen auf der kleinen Terrasse  bedienen. Geschickt und mit viel Fingerspitzengefühl wurde der ursprüngliche Rezeptionsbereich des Hotels zum À-la-Carte- Restaurant umgebaut, designt mit liebevoller Anerkennung an die Schönheit der italienischen Diva Sophia Loren. Ein schöner Ort für Zweisamkeiten, um mit einem ausgezeichneten Menü einen genussvollen Abend einzuleiten, der alle Sinne betört. Und so entstehen aus lokalen Zutaten und Aromen aus aller Welt kreative, mediterran-französische Gerichte, leicht, genau auf den Punkt gegart, schön anzuschauen und bekömmlich. Der überaus freundliche Service tut sein Übriges, die internationale, einschließlich  slowenischer/kroatischer Weinkarte sowieso. Genüsslich lassen wir in der offenen Bar, gleich neben der Lobby, den Tag ausklingen. Ergattert man rechtzeitig einen der vier kleinen Balkonplätze, genießt man – je nach Lautstärke des Klavierspielers bei geöffneter oder geschlossener Tür – bei einer guten Zigarre, einem Calvados, Whisky oder einem guten kroatischen Rotwein und guten Gesprächen den Abend.  

 

www.kempinski.com/portoroz

www.portoroz.si/de

ANZEIGE
plantitscherhof.jpeg
     … Ihr erster Boxenstopp:  
  Südlich der Alpen  
In Meran und Umgebung eine gute Unterkunft zu finden, ist nicht besonders schwer.
Das richtige Hotel für Ihren Porsche, Ihrem Oldtimer etc. muss aber einiges mehr bieten …

Finest on Tour © 2016 - 2020 by PCL Medien- & Verlags GmbH

Powered by www.grafik-zwei.de