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Am Ende der Welt (Argentinien – Feuerland)

 

Text: Frank Gindler / Fotos: Markus + Frank Gindler

 

 NAVARINO – WULAIA-BUCHT 

 

Auffallend ist, dass wir keine Siedlungen, Menschen und Tiere sehen. Und trotzdem – auch hier am Ende der Welt haben einst Menschen gelebt.   


Mit den Schlauchbooten (Zodiacs) setzen wir auf die Insel Navarino in der Wulaia-Bucht über und erfahren erstmals etwas über die Ureinwohner (Yagan) des Landes, den Yamana-Indianern. Hier befand sich eine ihrer größten Ansiedlungen. Auch Charles Darwin war um 1832/1833 mit seinem Schiff MS Beagle hier. Auf seinen Spuren „erforschen“ wir in einem mehrstün­digen Spaziergang die Insel. Auf einem Aussichtspunkt sehen sich die Botaniker unter uns satt an den Lenga-, Coihue- und Canelobäumen inmitten des magellanischen Urwalds. Im Charles Darwin- Museum, weit und breit das einzige und mit Steinen erbaute Haus, werden wir über Schautafeln, Bildern, nachgebauten Booten und Überresten von Handwerksutensilien etc. über einen Volksstamm informiert, der schon vor über 6.000 Jahren hier lebte – und das nackt! Gegen die Kälte schützten sie sich nur durch das Einfetten mit tranigem Öl. Sie waren eine der vier ethnischen Gruppen, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts auf Feuerland siedelten. Ebenso wie die anderen Ureinwohner Feuerlands, die Haush, Selk’nam und Kawesqar wurden sie im Zuge der Besiedelung durch weiße Siedler bereits Anfangs des 20. Jahrhunderts fast vollständig ausgerottet. Das zum Thema Zivilisation. Die letzte Yamana-Indianerin Feuerlands starb im Oktober 2005.